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Faszien

Faszien

Faszien. Was soll das schon wieder sein?
Seit längerer Zeit können wir vermehrt dieses eigenartige Wort lesen – in Zeitschriften, Blogs, Fitnessratgebern oder auch im Fitnessstudio. Nur was ist das?

Faszien sind ein körperumspanndes Netzwerk (Weichteil-Komponenten des Bindegewebes) aus Hüllen, Schläuchen, Fasern und Schichten. Durch sie werden unsere Muskeln, Blutgefäße, Organe, Knochen und Nervenbahnen in Form gehalten. Besonders wichtig sind sie für die optimale Durchblutung und für biologische Prozesse. Sie bestehen aus Kollagen und Elastin, welche für den Halt und die Formgebung sorgen.

Bei starken Belastungen können sie sich verkürzen, verkleben oder verdicken – was meistens passiert, wenn wir ständig eine Fehlhaltung einnehmen oder unser Körper vermehrt Adrenalin ausschüttet.

Durch bestimmte Bewegungen, Druck und Wärme lassen sich Faszien wieder regenerieren – sie werden wieder geschmeidig und erlangen die alte Elastizität zurück.

Faszien

(Foto von www.blackroll-orange.de)

Es werden 3 Arten von Faszien unterschieden:

  • Oberflächlichen Faszien
  • Tiefe Faszien
  • Viszerale Faszien

Oberflächliche Faszien

Bestehen aus lockerem Bindegewebe und Fett (im Unterhautgewebe), sie umhüllen Organe, Nerven Drüsen und Blutgefäße. Sie speichern vermehrt Wasser und Fett und können sich enorm ausdehnen. Die Hauptaufgabe besteht darin, den freien Raum zwischen Körperstrukturen zu füllen. Sie wirken sozusagen als Dämpfer.

Tiefe Faszien

Sind tiefe, faserreiche Schichten und Stränge im Bindegewebe. Sie umhüllen einzelne Muskelfasern, Knochen, Nervenbahnen und Bluttgefäße. Außerdem sind sie sehr geschmeidig, dehnbar und belastbar – der hohe Kollagenfaseranteil ermöglicht dies. Jedoch sind sie nicht so stark dehnbar wie die oberflächlichen Faszien. Sie sind weniger durchblutet, dafür enthalten sie sehr viele Nerven, die uns Schmerzen signalisieren, Temperaturunterschiede sowie Bewegungsänderungen an unser Gehirn senden.

Sie können sich:

  • Zu einer Sehne verdichten (Verbindung zwischen Knochen und Muskel)
  • Zu einem Band (Verbindung zwischen zwei Knochen)
  • Großflächige Faszie (Umhüllung des Oberschenkelmuskels)
  • Gelenkskapsel (Umhüllung eines Gelenks)

Tiefe Faszien sind ähnlich aufgebaut wie unsere Muskelzellen – sie können sich über einen längeren Zeitraum zusammenziehen und sich versteifen. Dies geschieht vor allem in Stresssituationen – Ausschüttung von Adrenalin (zum Beispiel bei anstrengende Sportarten).

Viszerale Faszien

Sind zuständig für die Aufhängung und Einbettung inneren Organe – sie halten Organe am richtigen Platz und lassen sie nicht im Körper wandern.

Sie umhüllen Organe mit verschiedenen Schichten aus Bindegewebsmembranen, die viel Flüssigkeit enthalten. Jedes Organ wird also von Membranen umhüllt – all diese Faszien weisen einen anderen Namen auf – da wären zum Beispiel:

  • Gehirn und Rückenmark = Hirnhäute
  • Herz = Herzbeutel
  • Bauch = Bauchfell
  • Nieren = Nierenfaszien
  • Lunge = Lungenfell

Um sie wieder ins Gleichgewicht zu bringen, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten bzw. Übungen. Eine bekannte wäre zum Beispiel die „Yi Jin Jing“ – eine Transformationsbewegung des Shaolin Yi Jin Jing. Sie transformieren Faszien, damit sie wieder ins Gleichgewicht geraten. Es handelt sich hier um 12 Bewegungen, die unser gesamtes Fasziensystem des Körpers regulieren.

Hier werden:

  • Zu starke Faszien wieder geschwächt
  • Schwache wieder gestärkt
  • Harte werden weich
  • Weiche werden hart
  • Längere werden verkürzt
  • Verkürzte werden verlängert

Dadurch können alle Abläufe und Aufgaben wieder besser funktionieren.

Sie spielen eine große Rolle bei:

  • Unserer Körperhaltung
  • Energieaufnahme und Verteilung
  • Körperwahrnehmung
  • Immunabwehr
  • Höchstleistungen
  • Abtransport von Abfallstoffen
  • Beweglichkeit des Körpers
  • Stabilität alle Körperstrukturen
  • Stärkung des Gehirns (die Kraft des Denkens)

Ebenfalls ist das Training mit der sogenannten „Blackroll“ sehr beliebt. Mit der Blackroll wird zum Beispiel in der Regeneration „trainiert“ – nämlich unser Bindegewebe. Sie steigert die Durchblutung, löst das verklebte Bindegewebe und Muskelverspannungen. Der Körper wird durch die eigene Bewegung und den Druck massiert und alles was man dafür benötigt ist eben so eine Rolle..und etwas Übung.

Faszien

Blackroll-Training auf Youtube

Faszien spielen eine sehr große Rolle für unsere Gesundheit und daher werde ich in den kommenden Wochen vermehrt auf dieses Thema eingehen. Wenn euch dieser Artikel gefallen hat, dann lasst mir doch ein Like oder einen Kommentar da. Ich werde mich nun an den 12 Transformationsbewegungen versuchen…

Literatur: Die Shaolin Formel

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1 Kommentar

  • Reply
    Blackroll Workout | Bodyholic
    29. April 2017 at 18:32

    […] Wofür so ein Training eigentlich gut ist, erfahrt ihr in diesem Beitrag -> Faszien. […]

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