Du kommst hier nicht lebend raus

Du kommst hier nicht lebend raus

“Nimm das Leben nicht zu ernst, du kommst hier nicht lebend raus.” – bestimmt ein Spruch, den ihr irgendwann bereits verwendet, gelesen oder gehört habt.
Ihr werdet sicherlich nicht ernsthaft über den Sinn von diesem Zitat nachgedacht haben – ich jetzt aber schon.
Letztens hatte ich wieder eine kleine Diskussion, wobei ich mich sehr geärgert hab und ich total gestresst war. Irgendwann nach dem kleinen Streit dachte ich mir so “Warum ärgere ich mich jetzt so darüber – ich sollte es von einem anderen Blickwinkel betrachten”.

Das habe ich dann auch getan und bin zum Entschluss gekommen: Du kommst hier nicht lebend raus, warum der ganze Stress?

Nur nicht stressen lassen.

Stress ist schrecklich.
Manchmal tut zwar ein bisschen Stress ganz gut, aber dauerhafter Stress macht krank.

Warum sollte man sich nicht stressen?

Ganz einfach: Es macht keinen Sinn, wenn man sich stresst.
Das Leben ist viel zu kurz, um sich wegen unwichtigen Dingen stressen zu lassen. Natürlich sollte man abwiegen, was einem wichtig ist und wofür man sich stresst – lohnt sich der Stress?
Wie gesagt…

Ihr kommt nicht lebend raus.

Nun gehe ich auf das eigentliche Thema ein…

  • Wir verschieben spassige Dinge, um länger im Büro zu sitzen
  • Wir treffen Freunde weniger, weil wir noch die Wohnung putzen müssen
  • Wir fahren jetzt nicht Urlaub, weil wir uns das für später aufsparen möchten
  • Wir sparen jedes Monat Geld, weil wir uns irgendwann … leisten möchten
  • Wir träumen von tollen Ausflügen, die wir später mal machen werden
  • Wenn wir in Pension sind, dann schauen wir uns die Welt an
  • Wenn wir in Pension sind, dann treffen wir uns mehr mit der Familie und unseren Freunden
  • Wir streiten lieber, bevor wir gemeinsame Zeit genießen

Wo liegt hier das Problem? Die Zeit.
Haben wir diese Zeit überhaupt? Werden wir bis zur Pension überleben? Wenn man etwas tun möchte, dann sollte man es jetzt tun!

Was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen.

Auch dieses Sprichwort wurde uns bereits als Kinder eingebläut – also sollten wir es auch anwenden.. oder? Warum also die schöne Reise verschieben? Wieso also ständig länger im Büro bleiben, oder einen Bügelnachmittag einlegen, wenn man doch viel entspannendere und vor allem schönere Sachen machen könnte? Wegen dem Geld? Geld wird bestimmt ein großer Grund sein, aber vielleicht sollte man sich hier auch überlegen, wofür ich mein Geld ausgebe – brauche ich jedes Monat neue Schuhe oder muss ich jeden Tag 2 Packungen Zigaretten rauchen?

Man kann vielleicht nicht immer nur das machen, was man sich wünscht oder wovon man gerade träumt, aber man kann viel an seinem Leben verändern, wenn man möchte. Versucht jeden Tag so zu leben, als wenn er euer letzter Tag wäre. Man muss nicht Jahrzehnte warten – das Leben ist viel zu kurz, um auf spätere Dinge, Menschen oder Zeiten zu hoffen und zu warten. Genießt jetzt…morgen könnte es schon zu spät sein.

The trouble is, you think you have time.
Buddha

Habt ihr zum Beispiel eine Bucket List?
Ich bin gerade am Schreiben und wenn ihr Lust habt, dann werde ich nächsten Freitag einen Teil meiner Liste hier veröffentlichen. Ihr habt bestimmt auch tolle Ideen – also nur her mit Dingen, die man tun sollte, bevor man für immer ins Licht geht…

Kommentare

  • 20. März 2017

    Übrigens, etwas “irgendwann”, später oder in Pension zu machen funktioniert (meistens) nicht…
    Nina, es kommt (vielleicht) der Zeitpunkt wo Du das Gefühl hast im “Hamsterrad” gefangen zu sein, innerlich zu “ersticken”, vielleicht in einigen Jahren, in 10 oder 20 Jahren – oder auch NIE, was natürlich der Optimalfall wäre …

    Wir Europäer sind ja eher Kopfmenschen – läuft es nicht stimmig und rund im Leben dann kommen Kopfschmerzen, Nackenschmerzen, Verspannungen, durch die Bildschirmarbeit trockene Augen, Augenschmerzen usw., wir haben nie gelernt aus “unserer Mitte” zu agieren, unser Hara durch Meditation zu stärken und zu erkennen, dass Glück und Zufriedenheit “in uns” zu finden ist und NICHT im “außen” …

    Mit jedem Monat, mit jedem Jahr wird es schwieriger die ausgetretenen Trampelpfade zu verlassen.
    Warum?
    – Der Mensch ist ein Gewohnheitstier, “Bequemlichkeit” – ist ja immer schon so, also machen wir so weiter …
    – Druck von “außen”, gesellschaftlicher Zwang, Erziehung, Verpflichtungen uvm.
    – Wir agieren nicht “aus unserer Mitte”.

    Es stimmt “Lebend kommen wir hier nicht raus ” …

    Lg Chris

  • 20. März 2017

    HEUTE beginnt der Rest deines Lebens …
    (U. Jürgens – R.I.P)

  • 17. März 2017

    Meine Worte!

    Ich habe eine Zeit lang neben meinem Hauptjob noch einen Nebenjob gehabt… war somit also 6 Tage die Woche arbeiten, habe auf meine Freizeit verzichtet und mich dafür unter der Woche um so mehr abgestresst, weil ich alles schaffen wollte, was ich sonst über die komplette Woche verteilt habe. Anfangs ging es ganz gut… aber irgendwann steht einem das Wasser bis zum Hals.

    Und da habe ich mir die Frage gestellt, wofür ich mir das eigentlich noch antue… das, was ich mir von dem Nebenjob leisten wollte, habe ich mir längst geleistet. Wozu also weiter machen? Damit ich “noch mehr” Geld zur Seite legen kann? Klar, Geld auf der Seite für Notfälle liegen zu haben, ist gut! Aber dafür auf die Lebensqualität verzichten? Um jeden Preis “reich” werden? Lohnt sich nicht! Dafür ist die Zeit (wie du es schon sagtest) viel zu kostbar! Ich will schließlich JETZT leben… und später auf mein Leben zurückblicken und darüber lachen… ich will später sagen können: “Weißt du noch damals als wir das und das gemacht/erlebt haben” anstatt “Wir hätten dies das und jenes damals machen sollen als wir noch jung waren…”

    Also ja… manchmal sollte man sich selber kurz abbremsen und sich Zeit für Dinge nehmen, die einem wichtiger sind und sie einfach machen. 🙂

    LG,
    Tani

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